Steffen Höbelt "Eisenbahn Triptis - Marxgrün"


Eine Nebenbahn im Strudel der Geschichte

Erhältlich ab dem Ziegenrücker Promenadenfest 2016 06./07. August


Mehr Informationen zum Buch und Bestellungen über: www.hemmkoppe.net
Format: DIN A4 ; 264 Seiten , Hardcover-Buch , Fadengeheftet

Aus dem Vorwort:

1. Wenn Sie dieses Buch gelesen haben …
… wissen Sie einiges mehr über die Nebenbahn Triptis-Marxgrün, z.B. auch, dass hier
einmal D-Züge verkehrten und kennen den Grund dafür, weshalb in diese Strecke vor
dem Zweiten Weltkrieg mehrere Millionen Reichsmark geflossen sind für Erweiterungen
u.a. im Zusammenhang mit dem Westfeldzug, obwohl Ostthüringen auch damals fernab
der Westgrenze Deutschlands lag.

Während eines Aufenthaltes in Ziegenrück schrieb der spätere Jenaer Universitätsprofessor
Ernst Haeckel als 19-jähriger Medizinstudent im Oktober 1853 einen Brief an seine Eltern.
Darin bezeichnet er Ziegenrück als das „Urparadies der unzivilisierten Menschheit"
(Ernst Haeckel: Briefe an die Eltern, 34.Brief). Noch heute kann der Besucher des oberen
Saaletals die Bedeutung von Haeckels damaligen Worten verstehen, die sich eigentlich
auf die hiesigen Einwohner bezogen. Eine Möglichkeit in dieses Urparadies einzutauchen
ist die Fahrt mit einer Fahrraddraisine. Auf zwei jeweils über zehn Kilometer langen Abschnitten
der stillgelegten Eisenbahnstrecke von Triptis nach Ebersdorf-Friesau im äußersten
Südosten Thüringens bietet ein Verein seit einigen Jahren Fahrten mit diesen Draisinen
an. Inzwischen haben sich wohl schon einige tausend Touristen dieses Abenteuer geleistet
und viele kommen zurück, um die fast zweistündigen Fahrten zu genießen, die
durch mehrere Tunnel, über atemberaubend hohe Viadukte und hinein ins Saaletal führen.
Manch einen erinnert die Landschaft hier an der Oberen Saale an Norwegens Fjorde.
Nur wenigen Fahrgästen fallen dabei die vielen geisterhaften Relikte an der Strecke auf ...